Experience

mentalfirstaid

Wie war es bei mir?
Heilt die Zeit tatsächlich alle wunden? Siehe unten 👀

Depression
Radka Schöne / pixelio.de

Im Rahmen meiner langen Bekanntschaft zu meiner „PSYCHE“ resultiert folgendes Prozess Bild.

Mit Anfang 20 beobachtete ich erstmalig psychische Veränderungen bei meinen Gedanken, wo auch sonst. Ob es Zufall war, dass ich kurz vorher ein Gespräch genau zu diesem Thema mit einer anderen Person tätigte, welche ein Buch über Psychologie lass sei mal dahin gestellt.

Zu diesem Zeitpunkt belächelte ich noch wie viele andere auch die Psychologie als völliger Quatsch und unnötige Sache. Das ist doch nur was für „SPINNER“ so meine gönnerhafte Meinung dazu. Zum Glück dreht und entwickelt sich die Welt stetig weiter und die Akzeptanz psychischer Erkrankungen steigt.

Zurück zu den Anfängen:
Strapazierende Gefühle malträtierten meinen Kopf, ängstliche Denkmuster störten mein gewohntes Selbstbewusstsein. Mehr und mehr wurde ich panisch, bekanntes Terrain betrat ich nicht mehr mit „normaler“ Leichtigkeit und zunehmend entzog ich mich gewohnten Situationen.

Ich wohnte noch bei meinen Eltern, der Hausarzt schloss somatische Ursachen aus. Ich sollte mehr entspannen, Lorazepam bei Bedarf einnehmen und eine psychische Behandlung sah der Arzt als nicht angemessen.

Vermeiden war plötzlich mein neues Lernfeld, selbstverständlich total schädlich, nichts desto trotz „total normal“ in meiner damaligen psychischen Verfassung.

Die Wohl fühl-Kurve fuhr Achterbahn und ich wurschtelte mich irgendwie durch das daily business (Leben).

Ich überspringe Einfachheitshalber geschätzte 10 Jahre meiner psychischen Odyssee die natürlich auch angenehme und glückliche Zeiten (Heirat, Kinder, Beruf) zuließ.

Wendepunkt war der wachsende Leidensdruck und ich regelrecht in der Falle saß.

Wir hatten zwischenzeitlich den Hausarzt gewechselt und der Arzt hörte sofort beim schildern meiner Geschichte die „Alarmglocken“ laut läuten. Deshalb verordnete er eine medikamentöse Behandlung mit Citalopram, anfänglich 5 mg täglich später auf 30 mg aufgestockt stand auf dem Programm.

Zudem Tavor (nicht „davor“ ;-), ist das pardon zu Lorazepam temporär zur Beruhigung, insbesondere dann, wenn die Panik zu groß wurde. Parallel musste ich dringend einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen und einen geeigneten Psychotherapeuten für eine Verhaltenstherapie finden, am besten bei einigen anrufen, weil Termine schwierig zu bekommen sind, empfahl mir der Arzt!

Das Arrangement mit meinem Hausarzt sah eine selbständige Vorgehensweise bei Suche eines Therapeuten einschließlich Psychiater vor und das war und ist überhaupt nicht einfach, im übrigen ist das einer der fundamentalsten Schritte – nämlich Hilfe suchen – Geduld haben.

Geduld haben gehört bei der medikamentösen Behandlung mit Citalopram und Escitalopram absolut dazu, auch wenn es schwer fällt!

Die Wirkung tritt nach vier bis sechs Wochen ein, bei mir dauerte es noch länger, vielleicht 8 – 10 Wochen, scheint also bei jeder Person unterschiedlich zu sein.

Ein Bild sagt auf jeden Fall mehr aus als reiner Text und deshalb habe ich meine Erfahrungen als Verlauf skizziert. Im Grunde können sich die einzelnen blauen Blöcke ständig wiederholen. So wie bei Monopoly – Sie kennen das? Richtig, zurück auf Los. Damit meine ich, dass sich der Prozess an manchen Stellen wiederholt und für mich ist es von essentieller Bedeutung meine Selbstbeobachtung mit einem Fremdbild zu reflektieren, damit ist gemeint, Mut haben und darüber reden!

Erkennen – Mut haben – Hilfe suchen – Geduld haben

Bild: SMark

👀 Die Zeit heilt alle wunden? 👀

Keine Ahnung, zumindest glaube ich, dass es eine Menge Zeit braucht sich seine Depression bewusst zu werden und das ist keine Schande.

Von alleine verschwindet m. E. eine über die Jahre aufgebaute Depression nicht. Ob nun bei mir die Angsterkrankung, Panik, oder auch die Zwangsgedanken durch die Depression entstand, beziehungsweise umgekehrt spielt für mich heute keine Rolle mehr.

Sprung in der Schüssel
SMark
SO DAMM BEAUTIFUL
Meine Frau & ich

Zusammenfassend formuliere ich ist es mal so, durch einige medizinische Behandlungen, dazu lernen auf einer anderen Ebene, sich weiterentwickeln und den eigenen Körper und Geist zu akzeptieren, gelang es mir Freude, Spaß und Glück wieder zu spüren. Das ist mit Arbeit verbunden, ohne Fleiß kein Preis.

Es ist nicht alles Gold (Bitcoin) was glänzt.

Nicht alle Symptome sind nun weggeblasen und – JA – Rückfälle sind nicht ausgeschlossen und kommen immer wieder mal vor, aber ich arbeite dran.

ÄH..WOW
Euer Steffen-Mark

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