My Story

Handicap

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Handicap, ich spiele gar kein Golf

Mein Handicap ist stets anwesend, ich trage es bei mir. Ich schäme mich nicht mehr. Die Schuldgefühle sind meistens verschwunden, doch gerade diese Eigenschaften machen einen offenen Umgang der Erkrankung schwierig.

„Du musst über Deinen eigenen Schatten springen, mache Dich nicht verrückt.“, oder die Steigerung, stell Dich doch nicht so an, die anderen können dies und jenes doch auch“.

Unnötige Sprüche, vielleicht gut gemeinte Sätze, aber nicht gut überdachte Sätze der Unwissenden. Der Druck wird eher größer als kleiner und es fühlt sich so an, als würde mir jemand Salz in die Wunde streuen. Die Schwachstelle quälen, ferner das Selbstbewusstsein torpedieren.

Trotz allem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass durch die Kombination aus Medikamenten, psychiatrischer und psychologischer Behandlung Schritt für Schritt der Alltag wieder einigermaßen gelebt werden kann. Einschränkungen bleiben, Kleinigkeiten können zu unüberwindbaren Aufgaben werden, die Lebensqualität leidet und das Phänomen funktionale Beschwerden gehören zum Tagesgeschäft.

Der Weg ist das Ziel, nur welches Ziel ist die Frage, aktuell schreibe ich an meiner Autobiografie, ich nenne es auch Selbsterfahrung. Es macht mir Spaß und generell ist das Ausüben angenehmer Tätigkeiten enorm wichtig. Idealerweise ist ein befriedigendes Hobby am besten, wenn man sein Hobby sprichwörtlich zum Beruf machen kann. Abgekürzt versuche ich mehr Spaß an Dingen zu haben. Ich beobachte gerne unseren Hund beim schwimmen im Neckar, oder mir macht das Schreiben über meine Erfahrungen sehr viel Spaß.

Das Risiko wieder in den Abgrund gezogen zu werden und heftiger psychisch zu Leiden, ist nach der Meinung meiner Psychiaterin im Augenblick größer geworden. Gerade in der heutigen Zeit der Veränderungen brauche ich mehr Halt und Bestätigung. Damit die Depression nicht noch schlimmer wird, empfahl Sie mir einen anderen Psychotherapeuten zu suchen. Mein aktueller Therapeut gab offen zu, dass er mir nicht mehr weiterhelfen helfen konnte. So eine direkte Aussage musste ich erst einmal verdauen.

Auf Grund der geänderten Situation gab mir meine Fachärztin zwei Adressen von Therapeuten die mit dem Verfahren der Tiefenpsychologie arbeiten.

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