Mehr Suchterkrankungen durch Corona

Lesedauer 2 Minuten
Foto: Screenshot Pixabay

Medikamente, Alkohol, Tabak: Drei neue S3-Leitlinien klären über Suchterkrankungen auf

Durch die Corona Pandemie und deren Folgen sind nach ersten Schätzungen die Zahlen durch Alkoholmissbrauch leider weiter gestiegen. Der Genuss von Alkohol ist in der Gesellschaft total legitim und wird so gut wie von vielen als normal angesehen.

Das Gläschen Rotwein, oder auch zwei bis drei Gläschen zu einem guten Essen scheint immer mehr in Mode zu kommen und das nicht nur am Wochenende. Genauso wird das Rauchen bei Jugendlichen häufiger beobachtet, obwohl entsprechende Warnungen vor den Schäden durch das Rauchen auf den Tabak Verpackung zu finden sind.

Die DGPPN Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. schreibt in deren Pressemitteilung vom 20.01.2021, dass 200 Menschen täglich sterben u. a. durch Alkoholmissbrauch, durch Rauchen sind es jährlich mehr Todesfälle als durch AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Suizide zusammengenommen und bei schädlichem und abhängigem Medikamentenkonsum ist von knapp 3 Mio. Fällen pro Jahr auszugehen: Alkohol-, Tabak- und Medikamentenabhängigkeiten sind die schwerwiegendsten Suchterkrankungen in Deutschland (…)

Drei neue S3-Suchtleitlinien kommen da zur rechten Zeit. Sie bieten neuestes evidenzbasiertes Wissen und beste Empfehlungen für frühe Interventionen, erprobte Behandlungsstandards und zielgerichtete Suchtrehabilitation. 

Definition: S3-Leitlinien
Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) sind Leitlinien „systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen“, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren beruhen (…)

Schreibe einen Kommentar