MHFA Ersthelfer-Kurs Teil 5

Psychose

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Erste Hilfe für psychische Gesundheit hilft!

Psychotische Störungen betreffen ca. 3 % aller Erwachsenen in Deutschland. Zum psychotisches Erleben gehören verschiedene psychische Störungen, dazu zählen Schizophrenie (aus dem Altgriechischen abgeleitet bedeutet es „gespaltener Geist“ (schízein = spalten; phrḗn = Geist/Seele), psychotische Depression, bipolare Störung (bezugnehmend psychotische Depression oder psychotische Manie, schizoaffektive Störung oder substanzinduzierte Psychose.

Was versteht man unter einer Psychose?

Das fünfte Modul beim MHFA Ersthelfer-Kurs ist absolviert, wir widmenden uns der Psychose, die auf das Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten einwirken können, also die klassischen 5 Sinne des Menschen. Die Sinne dienen unserer Wahrnehmung und arbeiten mit Hilfe der Sinnesorgane. An einer Psychose zu erkranken ist selten, aber für die Betroffenen sehr belastend.

Zur Psychose gehören mehrere psychischen Störungen, die erkrankten Menschen haben eine veränderte Wahrnehmung zu Realität. Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind klassische Anzeichen.
Es wurde erwähnt, wenn es keine eigene souveräne Möglichkeit mehr gibt, zwischen der gemeinsame Realität, die der einzelne mit seinen Mitmenschen teilt und einer individuellen Vorstellungswelt (Nebenrealität) zu wechseln, dann scheint die Überstiegsfähigkeit gestört, man nennt das auch einen „Realitätscheck„.

Episoden und Phasen eine Psychose

Unser Fachexperte und Dozent erklärte uns, dass normalerweise Psychose als Episoden auftreten und nicht über Nacht entstehen, sondern verschiedene Phasen durchlaufen.

Psychose-Risikosyndrom (prämorbide Phase)
Es treten noch keine konkreten Symptome auf, allerdings bestehen Risikofaktoren zur Entwicklung einer solchen.

Krankheitsbeginn (Prodromalphase)
Erste Veränderungen in den Gefühlen, Antrieb, Denken und Wahrnehmungen sind festzustellen.

Psychotische Phase (Akutphase)
Psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und desorganisiertes Denken sind vorhanden.

Gesundungsphase (Recovery)
Individueller Prozess zur Gesundung

Wichtige Anzeichen könnten sein
Veränderung in den Gefühlen und im Antrieb (Niedergeschlagenheit, Ängste, Reizbarkeit..)
Veränderung im Denken und in der Wahrnehmung (Konzentrations-Aufmerksamkeits-Wahrnehmungs-Veränderungen)
Verändertes Verhalten (Schlafstörungen, soziale Isolation, eingeschränkte Fähigkeit von Verpflichtungen wahrzunehmen)

Risikofaktoren
Aktuell ist die Meinung so, dass Psychosen aus vielen Faktoren entstehen können und aus biologischen (Gene, Biochemisch) und Belastungsfaktoren (Stress)

Hilfe finden

Welche Fachpersonen können bei einer Angststörung Hilfe bieten:
Hausärzte, Psychologen und Psychotherapeuten, Psychiater, Pflegekräfte für Psychiatrie, Sozialarbeiter.

Behandlungsmöglichkeiten

Antipsychotika, Antidepressiva, Behandlung körperlicher Gesundheitsprobleme, Wissensvermittlung, Kognitive Verhaltenstherapie, soziales Kompetenztraining.

Weiter wurde wieder auf das ROGER Prinzip hingewiesen, welches wir als Ersthelfer anwenden sollten

REAGIEREN – Begegnen, bewerten, beistehen
OFFEN – und unvoreingenommen zuhören und kommunizieren
GIB – Unterstützung und Information
ERMUTIGE – zu professioneller Hilfe
Reaktiviere – Ressourcen

Schnelle Hilfe im Notfall:
112 (Rettungsdienst)
Telefon Seelsorge
0800 111 0 111
0800 111 0 222
116 123