Verzichten und genießen

Foto: Screenshot Pixabay

Verzicht stellt Gewohnheiten infrage

Tatsache ist, dass wir uns im April 2021 in Deutschland mit der Bundesnotbremse auf weiteren Verzicht einstellen mussten, um so die Corona-Pandemie eindämmen zu können. Das bedeutete, dass wir viele unsere Gewohnheiten eine weitere Zeit adieu sagen mussten, quasi von heute auf morgen gänzlich darauf verzichten mussten. Die Konsequenz daraus ermöglichten unsere Gewohnheiten, aber auch Automatismen, die wir ganz normal täglich abspulen zu prüfen. Somit entstanden neue Perspektiven auf die Dinge und der eine oder andere verzichtet nun bewusst auf vergangene Gewohnheiten.

Viele Personen sind seit der Pandemie zu Fuß unterwegs, gut so und spazieren durch die Wälder, Wiesen und erkunden neue Wege, anstatt die bekannten Shoppingmeilen in den Großstädten rauf und runter zu stolzieren. Andere fahren mit ihren Fahrrädern durch die Landschaften und wieder andere haben bewusst Zeit mit der engsten Familie verbracht, oder die Muse zum Lesen wieder aktiviert.

Natürlich fühlten sich nicht alle Menschen mit dieser unbekannten Situation wohl damit, jedoch im Vergleich zu anderen Ländern konnten wir täglich raus und benötigten keinen triftigen Grund dazu. Der deutsche Shutdown traf unter anderem leider schwer finanziell die Gastronomie und den Einzelhandel, Reisebeschränkungen schädigten das Geschäft der Reiseveranstalter und deren Unterkünfte. Freunde treffen und Party machen musste ausfallen und das waren für die meisten jungen Menschen eine große Herausforderung.

In unserer Gesellschaft spielen die Freizeitaktivitäten und Konsum eine enorme wichtige Rolle, und es lässt sich nur schwer ertragen auf diese zu verzichten. Die Menschen scheinen diesbezüglich gewissermaßen ausgehungert zu sein und sehnen sich danach wieder regelmäßig und jederzeit in die Öffentlichkeit gehen zu können, Veranstaltungen besuchen und im Lieblingsrestaurant gediegen die Speisen einzunehmen und ein Glas Weißwein zu genießen.

Genießen ist das Zauberwort, achtsam sein, wenn wir nun so lange auf etwas verzichten mussten, dann ist es uns vielleicht bewusster geworden wie gut es den meisten geht und nennen wir diese vergangene Zeit als Recovery mit längerem fasten, umso nun etwas aufmerksamer mit uns und unsere Umwelt frisch in die Zukunft zu starten und intensiver das Leben spüren!

Verzicht ist die neue Freiheit
Verzichten kann auch Freiheit bedeuten, alternativen finden und im maßen konsumieren.

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